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Bilder einer Ausstellung, die unter die Haut gehen

Austellung "Under my skin" Fotos aus Haiti von Claudia Henzler

Aktueller könnten die Bilder kaum sein, die derzeit bei einer Ausstellung der aus Deutschland stammenden und in Wien lebenden Fotokünstlerin Claudia Henzler im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten gezeigt werden: Bilder aus Haiti, aufgenommen vor einem Jahr, nach dem großen Erdbeben mit mehreren hunderttausend Todesopfern. Ein Paar Schuhe auf zerbröckeltem Beton. Ein Stück der Fassade einer Seminarkirche mit dem Kreuz darüber, wie von Geisterhand an Palmen gelehnt. Ein schlafender Mann, das Neue Testament an seine Brust gedrückt. Und immer wieder Gesichter, Kinder ebenso wie Erwachsene. Nicht die Katastrophe wollte die Fotografin zeigen, sondern die Menschen, die darin ihre Würde bewahrt haben. Das Lachen, die Freude ist ihnen nicht genommen. Mitten in den Ruinen ist Leben. In der provisorischen Halle proben junge Menschen schon wieder für einen Orchesterauftritt. Es sind Bilder der Hoffnung – wie jenes von der Frau mit dem Kind in den Armen: Auch wenn sie alles verloren hat, das Wichtigste überhaupt ist ihr geblieben – es gibt eine Zukunft. Bilder, die unter die Haut gehen. „Under my skin – Haiti jenseits des Vergessens“ ist auch der Titel der Ausstellung.

Die vom Bildungshaus St. Hippolyt gemeinsam mit Jugend Eine Welt und Missio getragene Ausstellung ist noch bis 14. April von Montag bis Samstag jeweils von 8 bis 17 Uhr und an den Sonntagen von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

„Jugend Eine Welt“ ist eine Jugendaktion der Salesianer Don Boscos, die auch in Haiti tätig sind. Bei dem Beben am 12. Jänner 2010 kamen mehrere Ordensmitglieder ums Leben, in einer pädagogischen Ausbildungsstätte starben etwa 50 Studierende.

Begleitend zur Ausstellung gibt Missio-Mitarbeiter Hans Gattringer am 6. April um 19.30 Uhr im „Hip­haus“ einen Erfahrungsbericht zum Thema „Haiti braucht uns – Wege aus den Trümmern“.


c) Leopold Schlager, Kirche bunt

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