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„Worauf warten wir? Leben ist jetzt – Mute dir dein Leben zu“

Ein inspirierender Abend mit tiefgehenden Impulsen

Ein inspirierender Abend mit tiefgehenden Impulsen erwartete rund 100 Besucherinnen und Besucher beim Vortrag „Worauf warten wir? Leben ist jetzt – Mute dir dein Leben zu“, zu dem das KBW der Dompfarre St. Pölten gemeinsam mit dem Bildungshaus St. Hippolyt eingeladen hatte.

Nach der Einführung durch Mag. Weißenböck führte Univ.-Doz. Dr. Franz Schmatz durch zentrale Fragen des Lebens. Als Psychotherapeut und erfahrener Begleiter von Menschen – auch in Grenzsituationen des Lebens – schöpfte er aus einem reichen Erfahrungsschatz. Seine Frau Stephanie Schmatz, Künstlerin und Pädagogin, verlieh dem Abend mit ausgewählten Texten und Gedichten eine besondere Tiefe. Ihre Beiträge schufen Momente des Innehaltens und öffneten emotionale Zugänge zu den angesprochenen Themen.

Dr. Schmatz machte deutlich, wie sehr viele Menschen im Alltag „unterwegs“ sind, ohne wirklich im Jetzt anzukommen. Dabei sei genau diese Gegenwärtigkeit entscheidend für ein erfülltes Leben. „Ändern, was zu ändern ist, und umarmen, was ist“ – diese Haltung könne gerade in schwierigen Situationen Orientierung geben. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung von Stille und echtem Zuhören. Die Fähigkeit, mit einem „hörenden Herzen“ präsent zu sein – auch ohne Worte –, wurde als wesentliche Qualität menschlicher Begegnung hervorgehoben.

Auch die Gegensätze des Lebens kamen zur Sprache: Freude und Trauer als „Zwillingsschwestern“, Licht und Dunkel als untrennbare Einheit. Die eigene Verletzlichkeit wurde dabei nicht als Schwäche, sondern als Teil eines lebendigen Lebens verstanden.

Zum Abschluss blieb eine klare Einladung: das Leben nicht aufzuschieben, sondern jetzt zu gestalten. Dankbarkeit und Zuversicht – auch in schwierigen Zeiten – sowie der Mut, neue Wege zu gehen, wurden als tragende Kräfte benannt.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Rahmen einer Agape, zu der das KBW einlud, nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum Austausch. In persönlichen Gesprächen klangen die Impulse des Abends nach und wurden weitergedacht.

Ein Abend, der viele zum Nachdenken anregte – und Mut machte, das eigene Leben bewusster zu leben.

Text und Fotos: Verena Rathner-Böck,BA

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