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Sa. 07.11.2026  |  19:00 Uhr  -  20:00 Uhr  | Lesung  | KULTURWELT

Wörter im Krieg

Buchpräsentation und Lesung mit Ostap Slyvynsky

Im gemütlichen Klubraum des hiphauses laden wir zu einer besonderen Buchpräsentation und Lesung mit dem ukrainischen Schriftsteller Ostap Slywynsky ein.

Sein Buch "WÖRTER IM KRIEG" ist eine Sammlung wahrer Dialoge, kurzer Erzählungen und Geschichten von geflüchteten Personen, die der Autor in alphabetischer Reihenfolge von A bis Z zusammengefasst hat. Obwohl das Buch bereits 2023 in der deutschen Übersetzung der österreichischen Übersetzerin Maria Weissenböck erschienen ist, handelt es sich bei dieser Veranstaltung um die niederösterreichische Premiere.

Der Abend ist als performative Lesung konzipiert, bei der eine weibliche und eine männliche Stimme Dialog- und Monologpassagen aus dem Buch interpretieren.

Im Anschluss an die Performance findet ein moderierter Austausch mit dem Autor Ostap Slyvynsky und der Übersetzerin Maria Weissenböck statt. Durch den Abend führt Olha Chubai.

Ostap Slyvynsky

Ukrainischer Dichter, Übersetzer, Essayist und Literaturkritiker

Geboren 1978 in Lwiw. Er studierte Philologie an der Nationalen Iwan-Franko-Universität Lwiw, wo er später auch als Dozent und Literaturwissenschaftler tätig war. Slyvynsky zählt zu den bedeutenden Stimmen der zeitgenössischen ukrainischen Lyrik. Seine Gedichte beschäftigen sich mit Erinnerung, Identität und den politischen Realitäten seines Landes.

Neben seiner eigenen literarischen Arbeit übersetzt er Werke aus dem Polnischen, Englischen und anderen Sprachen ins Ukrainische und fördert so den kulturellen Austausch. Seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022 tritt er verstärkt als öffentliche Stimme auf. In seinem Buch „Wörter im Krieg“ sammelt und verdichtet er Berichte von Menschen, deren Leben durch den Krieg geprägt wurde.

Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und international veröffentlicht. Ostap Slyvynsky ist Vizepräsident des ukrainischen PEN, wurde mehrfach ausgezeichnet und lebt in Lwiw.

Maria Weissenböck

Geboren 1980 in Wien. Studium der Angewandten Sprachwissenschaften in der Fächerkombination Russisch/ Ukrainisch/ Deutsch. Maria Weissenböck übersetzt aus dem Ukrainischen und dem Belarussischen, u.a. von Taras Prochasko, Tanja Maljartschuk und Volja Hapeyeva.

Sie erhielt 2004 den Übersetzerpreis der Stadt Wien für die Übersetzung von Jurij Wynnytschuks „Die Einhornjagd“. Für den Residenz Verlag übersetzte sie den Roman „Der Papierjunge“ und die Roman-Triologie "Amadoka". Für „Die Geschichte von Romana“ (2023), „Die Geschichte von Uljana“ (2023), “Die Geschichte von Sofia“ (2024) - die dreibändige deutsche Übersetzung des Romans „Amadoka“ (2020) - erhalten Sofia Andruchowytsch und ihr Übersetzer Alexander Kratochvil sowie ihre Übersetzerin Maria Weissenböck den „Internationalen Hermann-Hesse-Preis“ 2024 der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung.

Quelle: www.residenzverlag.com/autor/maria-weissenbock

Die Veranstaltung findet im Rahmen des multidisziplinären Festivals der Ukrainischen Kunst DNIPRO statt und wird vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, dem Land Steiermark sowie der Stadt Graz unterstützt.

Eintritt frei.


Referent*innen:
Pe Anonymous
Geboren in Polen, ausgebildet an der Max-Reinhardt-Schauspielschule Berlin, mit Engagements u. a. in Berlin, München, Zürich, Graz und Wiesbaden. Sie wirkte in TV-Produktionen mit, arbeitet als Schauspieldozentin in Wiesbaden und Frankfurt und ist zudem Autorin. Seit vielen Jahren ist Petra Fahrnländer als Schauspielerin, Sprecherin und Rezitatorin tätig. Sie ist bekannt für ihre klare Sprache, ihre ausdrucksstarke Interpretation und ihre besondere Fähigkeit, literarischen Texten Tiefe und Spannung zu verleihen.
Ostap Slyvynsky
Kursbeitrag:
€ 0,—
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